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30 Jahre Mauerfall - eine Multimedia Reportage durch die Republik

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30 Jahre Mauerfall, eine beeindruckende Zahl und ein immer noch bewegendes Thema für mich. Viele meiner Freunde kommen aus der ehemaligen DDR, meine Ur-Oma hat eine lange Flucht hinter sich gehabt und mir immer wieder eindrucksvoll davon berichtet. Als die Stasi meinen Ur-Opa abholen wollte und er mitten in der Nacht mit meiner Oma Ingrid das Land verlassen hat. Dieses geteilte Land war für mich, geboren und aufgewachsen in München, lange kein großes Thema. Erst als Jugendliche und mit den Geschichten meiner Familie, habe ich verstanden, was da eigentlich passiert war in Deutschland. Oft geht es um "Ossis und Wessis" und immer noch, so war mein Gefühl, geht ein kleiner Schnitt durch das Land. Hier der ehemalige Osten, dort der schon immer blühende Westen. Aber wie geht es dem Land heute wirklich? Feiern wir alle gemeinsam 30 Jahre Mauerfall? Sind die Wunden von der ehemaligen Teilung verheilt? Hätte man den Übergang zu einer gemeinsamen BRD anders gestalten sollen? Mit all diesen Fragen habe ich mich quer durch die Republik auf den Weg gemacht. Von Ulm aus, wo jede Woche meine Talksendung bei Donau3FM ausgestrahlt wird, bis nach Leipzig, bin ich Zeitzeugen begegnet.
Ob Mauerüberreste, vergessene Bahnhöfe oder vergossene Tränen. Ich habe die Seelenpostkarten mit dem Mikrofon und das Land versucht mit der Kamera einzufangen. Mal sind es leise Momente, mal ganz laute Erinnerungen, die mir erzählt wurden. Deutschland, wie geht`s dir beginnt mit meiner eigenen Kollegin aus dem Ulmer Radiosender Donau3FM. Eine erste Begegnung voller Gefühle. Träume und Sentimentalität. 
Sabrina Gander im Herbst 2019
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Von Ulm nach Nördlingen, an den Brombachseen vorbei. Ein kleiner Zwischenstopp in der Nähe von Bayreuth und dann war ich am Bahnhof in Hof. 
Weiter ging es nach Mödlareuth ("Little Berlin",
wie die Amerikaner es nannten) und übers Land nach Leipzig. 
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Wiebke Schröder 2.v.l. mit Kolleginnen & Udo Lindenberg
Wiebke Schröder 2.v.l. mit Kolleginnen & Udo Lindenberg
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Als die Grenze am Bahnhof Friedrichstraße geöffnet wird, steht Wiebke mit ihren Kollegen auf der Bühne. Die Hymne erklingt, das Publikum raunt und bevor es die Künstler verstehen, gehen die Leute raus auf die Straße. Im Trenchcoat steht Wiebke mit Ihren Musiker-Kollegen an der Mauer und kann es kaum fassen. Die Mauer fällt, der Weg in den Westen ist frei. "Die Menschen haben Federn gelassen", sagt mir Wiebke, als wir über die Seele des Ostens reden und sie mit Bedauern feststellt, das die Vergangenheit schnell Schnee von gestern sein soll. Das Ostdeutschland Ihrer Kindheit und Jugend wird eingetauscht, wird aus den Regalen geräumt. Nur Udo Lindenberg ist für sie ein Lichtblick in dieser Zeit. Der Musiker entdeckt sie, fragt sie, ob sie seine Background Sängerin werden will und Wiebke startet mit ihm in drei Tournee Jahre. "Er hat mich beschützt," erinnert sie sich. Das fleißige Mädchen aus dem Osten meidet die Parties der Künstler und will immer eine perfekte Leistung abrufen. Es liegt für sie in der Erziehung im Osten, das man "Arbeiter" ist. Und doch holt der Westen auch das Mädchen aus Pankow ab. Sie lebt und arbeitet heute in Baden-Württemberg und Bayern und sagt aber ganz klar: "ich hab Berlin nie verlassen."
Für Wiebke hat die Wende spuren hinterlassen. Es geht den Leuten nicht gut. Freiheit? Ja, die gibt es schon. Aber richtig frei ist man doch nur im Kopf.
Was mich an ihrer Geschichte so berührt hat, war die intensive Welt der Erinnerungen. Das warme Gefühl, das sie gezeigt hat, wenn es um ihr "Nest", die ehemalige DDR ging. Nein, die Mauer hätte sie nicht stehen lassen. Aber hätte man gleich alles aufgeben müssen? Für Wiebke steht fest, irgendwann geht es wieder zurück nach Berlin. Das sie ja ohnehin nie verlassen hat. Hier hört ihr das komplette Interview:
Wiebke Schröder 2.v.l. mit Kolleginnen & Udo Lindenberg
Wiebke Schröder 2.v.l. mit Kolleginnen & Udo Lindenberg
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Hier hören Sie das komplette Interview mit Wiebke Schröder.

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Ich dachte mir bei diesem Namen müsste es ja einfach sein über den Westen und den Osten zu sprechen. Aber leider waren kaum Menschen anzutreffen. Das kleine Westhausen, unweit von Nördlingen, war wie ausgestorben. Ein Bild, dass mir noch öfter begegnen sollte.

Egal ob Ost oder West, in ländlichen Gebieten gibt es in kleinen Orten viele verlassene Bäcker, Metzger und immer wieder sichtbaren Leerstand.
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Als ich den Landwirt frage, ob er zu 30 Jahre Mauerfall eine Verbindung hat, verneint er. "Das hat uns hier noch nie so bewegt." Also wirklich gar keine Emotion, die sich regt dazu? Nein. Das ist alles ganz gut so wie es ist, aber hier war schon immer der Westen. "Was soll sich denn bei uns verändert haben?" Fragt er mich und entschuldigt sich. Sein Traktor-Anhänger hat die nächste Kürbisladung mitgebracht und in seinen dunkelgrünen Gummischuhe marschiert er weg. 
Weiter geht es nach Nördlingen.
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In Nördlingen begegnen mir viele Touristen an diesem sonnigen Herbsttag. Ein Paar sitzt in der Sonne und lächelt mich an. "Darf ich kurz stören?" Die beiden lächeln immer noch. "Natürlich, um was geht es?"

"30 Jahre Mauerfall, haben Sie da" - ich werde unterbrochen. "Unbedingt, dazu können wir was sagen."Und so beginnt ein spontanes Interview in der Sonne, in Nördlingen.

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Auch hier spreche ich spontan die Menschen an, die mir begegnen und frage sie immer wieder:
"Was verbinden Sie mit 30 Jahre Mauerfall?" Am Brombachsee erzählt mir eine Frau, wie sie den 9.November 1989 in Nürnberg erlebt hat. Und ganz spontan erfahre ich von einer zweiten, berührenden Geschichte in diesem Zusammenhang.

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Am 5.Oktober 1989 ist es endlich so weit. Nach langem Warten und Bangen fahren die Sonderzüge mit DDR-Flüchtlingen aus Prag los und erreichen den Bahnhof Hof. Es sind acht Züge voller Menschen mit Erwartungen, Ängsten und anstrengenden Stunden hinter sich. Die Stunden in der Prager Botschaft haben vielen Menschen zugesetzt und so erreichen sie teilweise erschöpft, aber dennoch glücklich die BRD. Die Fahrt nach Hof war für viele mit größter Anspannung von statten gegangen, denn die Züge fuhren durch das Staatsgebiet der DDR. Viele Zug-Insassen hatten die Befürchtung, nie in Hof anzukommen. Die Angst, man lässt sie doch nicht aus der DDR raus und das lange Warten endet nicht in der BRD, war groß.

Auf Gleis 1 erreichen die Züge ihr Ziel und am Bahnhof warten die Bürger von Hof mit Geschenken, Kleidung, Essen und vielen anderen Sachen, die bei der Ankunft der Flüchtlinge auf sie einprasseln. Eine Welle der Hilfsbereitschaft hat die Hofer erfasst in diesen Stunden und noch heute erinnern in der Bahnhofshalle in Hof große Bilddrucke und Erinnerungstafeln an diese besonderen Stunden 1989.


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Der Bahnhof in Hof. Ein Ort der Hoffnung, Erleichterung und der ersten Begegnung zwischen Ost und West. 

Hierhin strömten die Menschen aus Hof und begrüßten die DDR- Flüchtlinge.
Im Interview blickt Philipp Spiegel auf die geschichtsträchtigen Stunden in seiner Heimatstadt Hof zurück: 

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Ein geteiltes Dorf

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Wer sich heute in das Freilandmuseum von Mödlareuth begibt, hat eine ungefähre Ahnung, wie es den Menschen dort gegangen sein muss. Über eine kurvige Landstraße, vorbei an befremdlich vielen Windrädern, fährt man nach Mödlareuth. Das kleine Dorf hat laut Wikipedia nur noch 16 Einwohner und fast alle davon beteiligen sich am Freilandmuseum. Ob an der Kasse, am Info Schalter oder eben bei Führungen. Die Menschen in Mödlareuth wollen, dass man sich erinnert. 

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Am 23.November 1965 erging der Befehl zum Mauerbau in Mödlareuth. Man wollte seine Bürger vor dem "Imperialismus" schützen. Dieser Schutz wurde sichtbar und zwar 1966. Die Mauer wurde 700 m lang und 3,30 Meter hoch. Fünf Jahre nach dem Mauerbau in Berlin wurde aus Mödlareuth also "Little Berlin". 

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Die Amerikaner nannten es »Little Berlin«. Der Hintergrund war die makabre Parallele, dass dieses Dorf am Ende der Welt, ebenso wie sein großer Bruder zum Symbol der deutschen Teilung wurde.Mitten durch das kleine Örtchen Mödlareuth gab es eine Mauer, aber keinen Checkpoint. Unvorstellbar für viele heute. Es war 37 Jahre lang auf legale Weise nicht möglich, die Grenze zu überschreiten. Hieß, man konnte nicht von den einen in den anderen Ortsteil kommen. Auf der einen Seite des Dorfes herrschte Sperrgebiet und auf der anderen Seite, gab es  einen Besucherandrang. Winken und Grüßen von Ost nach West, war hier verboten.
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Laub und Straßen begegnen sich hier einsam. Menschen vermisst man hier 
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Manchmal habe ich das Gefühl, ich fahre in eine andere Zeit.
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"Ich erinnere mich an die Geräusche der Menschen, der Straßenbahnen und das Geläut des Krochhochauses"
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Friedliche Revolution in Leipzig

Augustusplatz in Leipzig
Augustusplatz in Leipzig
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Leise und dann immer lauter werdend, wie eine lang ersehnte Ouvertüre Der Höhepunkt der Friedlichen Revolution war die große Montagsdemonstration am 9. Oktober 1989 in Leipzig. Die Rufe "Wir sind das Volk" ertönten immer wieder von den 70 000 Demonstranten durch die Straßen. Die Friedliche Revolution war nicht mehr aufzuhalten. 

Der 9. Oktober 1989 wurde hier zum Tag der Entscheidung. Seit dem Jahr 1982 fanden in der Nikolaikirche die Friedensgebete statt. Die Kirche und der Kirchhof wurden zum Zentrum der immer stärker werdenden Bewegung. Ab dem Herbst 1988 versammelten sich jeden Montag immer mehr Menschen auf dem Nikolaikirchhof. Am 25. September 1989 war die Menge so groß, das die Menschen bis auf den Augustusplatz und auf den Leipziger Promenadenring zu sehen waren.
Durch die mutige, gewaltlose Kraft der Montagsdemonstrationen wurde der 9. Oktober 1989 zu einem der bedeutendsten Tage der jüngeren deutschen Geschichte.



Augustusplatz in Leipzig
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David Timm ist Leiter des Leipziger Universitäts-Chores. Als Organist, Pianist und Freund vieler Klänge, beschreibt er als Zeitzeuge den Herbst 1989 in Leipzig. In poetischen Worten versucht er die Lage damals und heute zusammen zu fassen und immer wieder nimmt er die Hörer dabei mit in die Welt der Töne. Der Zwischentöne manchmal und der gesellschaftlichen Resonanzen auf die ehemalige Teilung Deutschlands.
David Timm war 1989 bei den Demonstrationen auf dem Augustusplatz.
"Es ist unvergesslich wie die 100.000 geklungen haben. Es war ein Gefühl von Aufbruch und von Mut."

Hier hören Sie sein Interview: 

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Robert Grahn ist heute Luftbild- Fotograf und Mitbegründer des DDR Bildarchivs. Zusammen mit seiner Frau und Weggefährten digitalisieren sie unablässig Bilder aus der ehemaligen DDR. Und begonnen hat alles mit Aufnahmen, die vernichtet werden sollten. Um wichtige Dokumente aus der DDR Zeit zu retten, versteckte Robert Grahn die Bilder und Negative bei seinem Stiefvater und gründetete nach der Wende das "DDR Bildarchiv". 

1989: als Robert Grahn im Radio von der Öffnung der Grenze in Berlin hört, glaubt er es erst nicht. Irgendwann packt ihn die Neugier und er nimmt seine Kamera und sein Equipment mit zur Invalidenstraße und fotografiert. Bis heute gehören seine Bilder zu Zeitzeugen und den wichtigsten in diesen Stunden. 
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Begegnungen

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Durch die Reportage und meine Recherche gab es viele Zuschriften, Emails und Kontakte. Es war eine Fülle von Geschichten, die es zu sichten gab. Auf meinem Weg durch die Republik habe ich versucht mit meinem Mikro wie ein Fischer im Morgengrauen einfach nur zu warten. Zu schauen, was an jedem Tag passiert. Welche Begegnungen auf mich warten. 

Und trotzdem gibt es da abseits der Route Menschen, die mich so sehr beeindruckt haben, das ich sie hier nicht vergessen möchte.Ich möchte sie sichtbar machen und sie sind ein Teil dieser Reise, auch wenn sie mir nicht auf dem Weg begegnet sind, sondern dadurch. Am Telefon, über die sozialen Medien und über Kontakte. Auch sie erzählen zu "30 Jahre Mauerfall" ihre Geschichte hier. Und ich bin dankbar, dass sie mir erzählt wurden. 
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Durch Zufall habe ich von einer Familie erfahren, die ein weiteres Freilandmuseum, ähnlich wie Mödlareuth, besitzt. Besitzt? Tatsächlich ist Familie Erhard ganz bewusst in den Osten Deutschlands gegangen damals und rettet seit der Wende Grenztürme, Bunker und stille Zeitzeugen. Sie kauft von Gemeinden Gebäude und Gelände, renoviert und bewahrt Überreste deutscher Geschichte. 

Hier erzählt die Familie Erhard ihre Geschichte:

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v.Li. Elke, Andreas u. Manuel Erhard u. Rose der Einheit
v.Li. Elke, Andreas u. Manuel Erhard u. Rose der Einheit
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Am 22. Dezember 1989 kam Familie Erhard das erste mal in damalige (noch) DDR.Schnell stand fest, sie wollten mitgestalten an der sich abzeichnenden Wiedervereinigung beider deutscher Staaten. Zu dieser Zeit überfluteten Scharen von westdeutschen Menschen (Glücksritter) das neue Land, immer auf der Suche nach noch mehr Profit sowie staatlichem Fördergeld.Familie Erhard wollte ausdrücklich keine staatlichen Gelder für ihr weiteres gemeinnütziges Tun in Anspruch nehmen.Unzählige Projekte und Initiativen zur Vermittlung des historischen Erbes der Teilungszeit als auch der gelebten deutschen Einheit sind durch sie seither entstanden.  www.erhard-family.de  
Zu einem ihrer Kernprojekte zählt die Denkmalpflege und Denkmalforschung entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze.Vor genau 20 Jahren (29. September 1999) konnte Familie Erhard die dem Verfall überlassenen Grenzanlagen bei Behrungen in Thüringen von der Gemeinde kaufen.Nach über drei Jahren Renovierungsarbeiten mit einem Zeitaufwand von mehreren tausend Arbeitsstunden, welche alle durch sie an Urlaubstagen oder in der Freizeit durchgeführt wurden entstand das Deutsch-deutsche Freilandmuseum mit Mahn- und Gedenkstätte bei Behrungen.
 www.deutsch-deutsches-freilandmuseum.de 
Heute stellt die Gesamtanlage eine der wenigen original erhalten historischen Grenzanlagen dar. Jeglichen Geschäftsbetrieb wie z.B. Souvenirverkauf, Imbiss oder Kunst an der Grenze lehnt Familie Erhard in ihren Grenzanlagen ab, da es dieses geschäftliche Treiben an der DDR-Grenze zu keinem Zeitpunkt gab.Zu den Kerninitiativen und Projekten der Zukunft zählt, dass Publizieren über die baulichen Hinterlassenschaften der Teilungszeit. Bereits 26 Buchwerke sind zur Grenzthematik als auch zur deutschen Einheit von Familie Erhard auf dem Markt gebracht worden. Neben Dokumentationen findet sich auch ein Kriminalroman als auch ein Kinderbuch mit zeithistorischem Hintergrund darunter. Auch ihre bundesweite Seminararbeit als auch die zahlreichen geführten Exkursionen im Areal des Freilandmuseums nehmen immer mehr Platz innerhalb ihrer Tätigkeit ein.So ist Familie Erhard in den vergangenen 30 Jahren älter und an Erfahrung reicher geworden. Da sie bis heute keinerlei Steuergeldleistungen in Anspruch nehmen und die Projekte um die gelebte deutsche Einheit in ihrer Fülle und Komplexität sehr beeindruckend sind zählt das Engagement der Erhards längst als bundesweit einmalig. In jedem ostdeutschen Bundesland sind Baulichkeiten der Teilungszeit wie z.B. Grenztürme, Zaunfragmente, Grenzmarkierungen erhalten geblieben.Anlässlich 30 Jahre Grenzöffnung sind hierüber zwei Buchdokumentationen erschienen.  Unter: www.grenzdenkmale.de - Literaturportal können alle Buchwerke aufgerufen werden.
v.Li. Elke, Andreas u. Manuel Erhard u. Rose der Einheit
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Meine Reise durch die Republik hat mich tief bewegt. Nicht alle Geschichten haben hier ihren Platz gefunden. Aber die meisten. Die Menschen haben ihre Herzen geöffnet und tief berührt haben mich ihre persönlichen Geschichten.
Wie geht es Deutschland? Teilweise fühlen sich die Menschen auf dem Land vergessen. Ja, das stimmt. Aber die meisten Menschen feiern in diesen Tagen 30 Jahre Mauerfall und das mit dem Wissen um Freiheit für alle in diesem Land. Gibt es Unterschiede zwischen Ost und West? Bei vielen Menschen, die die Wende miterlebt haben, gibt es das "Ost und West"- Denken noch. Aber bei den meisten ist es eher eine Erinnerung an das was war. Die Jüngeren kennen die Teilung Deutschlands nur aus den Geschichtsbüchern. Ich wollte mit dieser Reportage Erinnerungen sammeln und allen anderen in diesem Land zugänglich machen. Ich wollte mein eigenes Land "erfahren" und bin dankbar für diese Möglichkeit. Wir feiern ein Ereignis, das vor allem eines bedeutet: frei zu sein. Freiheit für alle. Und am Ende bin ich reich an Geschichten. Berührende Bilder, eine unglaubliche Fahrt durch Deutschland und Begegnungen, die noch lange nachwirken werden. 30 Jahre Mauerfall, ich bin froh das feiern zu dürfen! 

Sabrina Gander im Herbst 2019

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Autorin und Fotografin dieser Multimedia-Reportage:
Sabrina Gander
Freie Journalistin
Mail to: sabrina.gander@gmx.de

www.sabrinagander.de


Vielen Dank an alle, die mich unterstützt haben bei diesem tollen Projekt. Danke an Marco Worms, Brigitte Buhmann, Werner Jerono, Martin Härtl, Peter Christ, Wiebke Schröder, Philipp Spiegel, David Timm, Robert Grahn, Andreas Erhard, die Stadt Hof.
Wichtige Links:

https://www.ddrbildarchiv.de
https://www.hof.de/hof/hof_deu/index.php
http://erhard-family.de
http://www.moedlareuth.de
https://unichor.uni-leipzig.de/index.php?page=david+timm
https://www.leipzig.de



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